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Ätiologie
Aus dem Griechischen: „Ursache“, „Lehre“. Die Lehre von Krankheitsursachen sowie der Faktoren, die zusammen zu eben dieser Krankheit geführt haben. Die drei Cs der Ätiologie: Causa, Contributio und Correlatio (Ursache, Mitwirkung und Zusammenhang).

Anämie
Aus dem Griechischen: „Blutlosigkeit“. Blutarmut auf Grund einer Reduktion der roten Blutkörperchen. Ursache: Blutverlust, Eisen- oder Folsäuremangel, etc. Symptome: Herzklopfen, Erschöpfung, Schwindelanfälle und Kopfschmerzen.

Anamnese
Aus dem Griechischen, „Erinnerung“. Eine Methode in der Medizin, um die Vorgeschichte eines Patienten kennen zu lernen. Dabei werden auch biologische, soziale und psychische Aspekte mit einbezogen, um ein Gesamtbild zu erhalten. Weitere Formen sind die Familienanamnese – Befragung der nahen Verwandten, um das eventuelle Vorliegen von Erbkrankheiten zu untersuchen – und die Fremdanamnese, denn Außenstehende merken oft Dinge, die einem selbst nicht bewusst sind, oder der Patient selbst kann nicht ausreichend Auskunft geben, wie beispielsweise Kinder.

Apnoe
Aus dem Griechischen: „Nicht-Atmung“. Atemstillstand. 

Atrophie
Gewebeschwund. Ein Organ oder Gewebe schrumpft zusammen, weil es unterernährt ist oder einfach nicht genutzt wird. Kann auch altersbedingt vorkommen.

Blut-Hirn-Schranke
Die Zellen der Blutgefäße im Gehirn. Sie lassen nur wenige, ganz bestimmte Stoffe vom Blut in das Zentrale Nervensystem passieren. Sie sollten klein und fettlöslich sein, nicht wasserlöslich. So können zwar Stoffe wie Nikotin und Heroin eindringen, viele Medikamente jedoch nicht.

Dehydratation
Austrocknung, Wasserentzug. Ursachen: starkes Schwitzen, Fieber, Durchfall,  Erbrechen. Kann zu Störungen des Kreislaufs, bzw. in der Funktion der  Nebennierenrinde führen.

Demenz
Eine Demenz (lat. dementia „ohne Geist“) ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik; bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Heute sind verschiedene Ursachen von Demenzen geklärt; einige Formen können in gewissem Umfang behandelt werden, d.h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Eine Demenz kann auf ganz verschiedenen Ursachen beruhen, für die Therapie ist die Klärung dieser Unterscheidungsmerkmale wichtig.

Diurese
Nieren- und Harnausscheidung, dadurch Entgiftung des Körpers und Ausgleich des Wasser- und Elektrolytenhaushalts. Durchschnittliche Menge bei einem erwachsenen Menschen beträgt 1,5 Liter pro Tag.

Dyspnoe
Atemnot, zum Beispiel in Folge körperlicher Anstrengung, Lungen- oder Herzkrankheiten, Asthma, Fettsucht, Blutarmut, etc.

Ekzem
Hautentzündung. Ursachen: Keine Infektion, d.h. keine Viren, Bakterien, Pilze, etc. Stattdessen Vererbung, Allergie oder Alter. Symptome: Rötung, Jucken, Nässung, Bläschen, Schuppen, bis hin zur Narbenbildung.

Fibrose
Eine unnatürliche Zunahme des Bindegewebes, welches auf Grund dessen vernarbt.

Gastritis
Aus dem Lateinischen, Magenschleimhautentzündung. Ursachen: Alkohol, Medikamente, verdorbenes Essen, Nahrungsmittelallergie, Viren, Bakterien, Urämie oder Grippe. Symptome: Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Magenblutung

Glucagon
Hormon, welches den Blutzuckerspiegel regelt, d.h. es erhöht ihn. Wird in den Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Der Gegenspieler ist das Hormon Insulin.

Glukose
Ein Kohlenhydrat, auch bekannt als Dextrose oder Traubenzucker. Der wichtigste Energielieferant schlechthin wird durch die Hormone Insulin und Glucagon geregelt. Die Menge an Glukose im Blut nennt man Blutzuckerspiegel; im nüchternen Zustand liegt dieser etwa bei 0,1 %.

Hypoxie
Sauerstoffmangel im Blut und dadurch im gesamten Körper. Ursache: Anämie, Höhenluft, Herzinsuffizienz, Lungenkrankheiten, oder auch verengte Gefäße. Symptome: zyanotische Haut, Ohnmacht, Muskelschwäche, Dyspnoe.

Idiopathie
Aus dem Griechischen: „eigen“, „Leiden“. Wenn eine Krankheit ohne erkennbare Ursache ausbricht, ist sie idiopathisch.

Insulin
Hormon, welches den Blutzuckerspiegel regelt, d.h. es senkt ihn. Wird in den Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Der Gegenspieler ist das Hormon Glucagon.

Ischämie
Unterversorgung eines Organs oder Gewebes mit Blut, auch Blutleere genannt. Ursache: Blutgefäßverengungen, zum Beispiel wegen Arteriosklerose, Hypoxie. Symptome: ähnlich denen eines Herzinfarkts. Kann bei dauerhafter Unterversorgung zu Nekrose führen.

Karzinom
Krebserkrankung, geht vom Epithel aus. Zum Beispiel bedeutet ein Karzinom in den Bronchien eine Lungenkrebserkrankung, ein Nierenkarzinom Nierenkrebs, etc. 80 % aller malignen Tumore sind Karzinome.

Kolitis
Steht für verschiedene Entzündungen des Dickdarms, zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Symptome: Blut im Stuhl, Durchfall, Schmerzen. Wird in zwei Kategorien eingeteilt: infektiöse Kolitis – hervorgerufen durch Viren oder Bakterien – und ischämische Kolitis – hervorgerufen durch eine Durchblutungsstörung

Logopädie
Aus dem Griechischen: „Wort“, „erziehen“. Therapie, die bei Problemen der Sprache, des Sprechens, des Schluckens und auch des Hörens angewandt wird.

Mellitus
Aus dem Lateinischen, „honigsüß“. Wird verwendet, um den Typ Diabetes mellitus (die „Zuckerkrankheit“) von den anderen Diabetestypen zu unterscheiden, zum Beispiel von Diabetes insipidus oder Diabetes renalis.
Mukolytika
Schleimlösende Mittel. Sie verflüssigen das Sekret und erleichtern dadurch das Abhusten. Auch bekannt als Expectorans und Sekretolytika

Mukus
Aus dem Lateinischen: „Schleim“. Zähe Flüssigkeit, die normalerweise von der Schleimhaut abgesondert wird. Transportiert Stoffe, z. B. entfernt er Fremdkörper aus Lunge und Atemwegen. Auf Grund dessen kann er viele Krankheitserreger enthalten.

Nekrose
Aus dem Griechischen: „tot“. Zell- beziehungsweise Gewebetod. Ursache: Sauerstoff- beziehungsweise Nährstoffmangel wegen Störung der Durchblutung, Infektionen, Vergiftung. Siehe auch Gangrän.

Nephrologie
Aus dem Griechischen: „Niere“, „Wort / Sinn“. Die Lehre von der Niere, quasi eine Unterabteilung der Inneren Medizin. Beinhaltet auch die Behandlung von Nierenkrankheiten.

Obstipation
Verstopfung des Darms. Regel: Nur einmal die Woche Stuhlgang oder weniger ist eine Verstopfung. Ursachen: Bewegungsmangel, wenig Ballaststoffe, Flüssigkeits- und/oder Vitaminmangel, Stress, ungewohnte Ernährung, Schwangerschaft. Symptome: seltener, harter Stuhl, starkes Pressen beim schmerzhaften Stuhlgang, Druck- und Völlegefühl.

Pankreas
Die Bauchspeicheldrüse. Sie liegt hinter dem Magen und produziert in den Langerhansschen Inseln die Hormone Insulin und Glucagon. Außerdem fungiert sie als Verdauungsdrüse, die täglich etwa 1,5 Liter Pankreassaft ausscheidet, der Verdauungsenzyme enthält. Die Bauchspeicheldrüse ist somit sowohl endokrin als auch exokrin

Pathogenese
Aus dem Griechischen: „Leiden“, „Entstehung“. Während die Ätiologie die Ursachen einer Krankheit erforscht, untersucht die Pathogenese ihre Entstehung und Entwicklung. Das Gegenteil ist die Salutogenese

Primärharn
Das, was die Nieren täglich produzieren und ausscheiden. Besteht auch Wasser, Traubenzucker und Salzen. Auf dem Weg über die Nierenkanäle Richtung Blase verliert der Primärharn einen Großteil seiner Inhaltsstoffe. Nur ein kleiner Teil wird im Urin als Endharn ausgeschieden.

Subkutan
Aus dem Lateinischen, „unter die Haut“. Subkutan verabreichte Medikamente werden nur unter die Haut gespritzt und nicht in eine Vene (intravenös). Die Kanüle ist kürzer, die Schmerzen geringer, und die Patienten können sich die Medizin selbst spritzen. Diabetiker nehmen zum Beispiel auf diese Weise ihr Insulin ein, MS-Patienten das Glatirameracetat.

Syndrom
Das Vorkommen mehrerer Symptome auf einmal, ein so genannter Symptomenkomplex.

Trommelschlegelfinger
Auch Kolbenfinger genannt. Auftreibung von Finger- und Zehengewebe, wobei nur die Endglieder betroffen sind, der Rest ist lang und schlank. Oftmals zusammen mit Uhrglasnägeln. Ursache: Hypoxie. Tritt häufig als Symptom bestimmter Krankheiten auf, z.B. Mukoviszidose, Herz- oder Lungenkrankheiten, etc.

Uhrglasnägel
Treten meist zusammen mit Trommelschlegelfingern auf. Auf Grund der dicken Endglieder der Finger oder Zehen sind die Nägel groß, rundlich und stark konvex gekrümmt. Ursache: Hypoxie auf Grund von Herz- oder Lungenkrankheiten.

Ulkus
Ein Geschwür an Haut oder Schleimhaut (z. B. Magengeschwür, Ulcus ventriculi)

Urämie
Aus dem Griechischen. Eine Harnvergiftung in Folge einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz. Symptome: Colitis, Gastritis, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, bis hin zum Koma. Der Atem riecht nach Harn.

Vegetatives Nervensystem
(kurz: VNS) Ergänzend zum Zentralen Nervensystem, bezeichnet es das gesamte Nervennetz des Körpers. Es ist verantwortlich für die unwillkürlichen und lebensnotwendigen Abläufe wie das Atmen, der Herzschlag, die Verdauung, und so weiter.

Zentrales Nervensystem
(kurz: ZNS) Gehirn und Rückenmark

Zirrhose
Verhärtung und Schrumpfung eines Organs auf Grund von Vernarbungen nach Entzündungen. Am häufigsten betroffen ist die Leber. Ursache (für Leberzirrhose): Alkoholexzesse, Hepatitis, Nekrose von Leberzellen. Eine Zirrhose ist nicht heilbar, aber man kann die Symptome, bzw. die Grunderkrankung heilen (Alkoholentzug, Interferone, etc.).

Zyanose
Aus dem Griechischen: „blau“. Blau- oder Violettfärbung von Haut, Lippen, Fingernägeln oder Schleimhäuten. Ursache: Sauerstoffmangel im Blut (weniger als 35 %).


 

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